Beteiligte Institutionen
Der TRR 54 ist – mit der Charité - Universitätsmedizin Berlin als Sprecherhochschule – ein transregionaler Verbund von Berliner und Münchener Arbeitsgruppen. Es war für die beteiligten und seit langem miteinander kooperierenden Partner des TRR 54 frühzeitig klar, die an beiden Standorten stark präsente molekulare Lymphomforschung nicht nur lokal, sondern im Interesse einer besonders leistungsstarken Allianz transregional miteinander zu verzahnen und dabei auch von komplementären Schwerpunktsetzungen gegenseitig besonders zu profitieren.
Seit der Fusion im Jahre 2003 ist die Charité - Universitätsmedizin Berlin die gemeinsame medizinische Fakultät der Humboldt-Universität und der Freien Universität. Die Federführung der Charité - Universitätsmedizin Berlin als Sprecherhochschule leitet sich nicht zuletzt aus der hier seit dem Jahr 2001 implementierten Klinischen Forschergruppe KFO 105 „Wachstumskontrolle neoplastischer B-Zellen: Tumorbiologie und molekulare Therapieansätze“ ab, der schon bei der erfolgreichen Zwischenbegutachtung im Sommer 2004 eine Weiterentwicklung in Richtung eines SFB nahe gelegt worden war. Mit der Klinischen Forschergruppe hat der Berliner Standort bereits unter Beweis gestellt, dass das institutionelle Umfeld eine exzellente Basis für die effektive Zusammenarbeit von grundlagenwissenschaftlichen Einrichtungen – wie dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und dem Deutschen Rheumaforschungszentrum (DRFZ) – mit klinischen und theoretischen Instituten der Universitätsmedizin darstellt. Gerade im Bereich der molekularen und klinischen Onkologie hat die Charité mit dem „CharitéCentrum für Tumormedizin“ unter Leitung des TRR 54-Sprechers, Prof. Bernd Dörken, dem „Molekularen Krebsforschungszentrum“ unter Leitung des wissenschaftlichen Koordinators des TRR 54, Prof. Clemens Schmitt, sowie dem „Comprehensive Cancer Center“ der Charité (unter Leitung von Prof. Peter Schlag) wichtige strukturelle Voraussetzungen geschaffen, in denen sich der TRR 54 translational entfalten kann. Im TRR 54 arbeiten Biochemiker, Molekularbiologen, Hämato-Onkologen, Immunologen und Pathologen Hand in Hand zusammen; der Transregio-Zusammenschluss verbindet dabei in synergistischer Weise Einrichtungen grundlagenwissenschaftlicher, translationaler und kliniknaher Lymphom-Forschung mit komplementären, entitätsbezogenen Schwerpunkten und einem starken methodischen Spektrum, welches Tiermodelle, Imaging, Genomik, In-vitro-Re-Engineering, molekulare Histopathologie und (epi-)genomweite Screening-Plattformen einschließt. Neben der klinischen Schwerpunktbetreuung von Patienten mit Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphomen sowie Plasmozytomen an den hämatologisch-onkologischen Abteilungen der Charité mit ihren klinischen Studienzentralen und den dort entsprechend vertretenen translationalen Arbeitsgruppen kommt dem forschungsaktiven Institut für Pathologie am Campus Benjamin Franklin als Konsultations- und Referenzzentrum für Lymphknotendiagnostik unter Leitung von Prof. Harald Stein eine zentrale Schnittstellenfunktion zwischen Klinik, molekularer Onkologie und histopathologischer Validierung zu, die so auch für den TRR 54 essentiell ist. Die zahlreichen und zumeist bereits seit Jahren etablierten molekular-onkologischen Kollaborationen zwischen Partnern an MDC und Charité werden nun durch das gemeinsam von Charité und MDC administrierte „Experimental and Clinical Research Center“ (unter Leitung von Prof. Friedrich Luft) am Standort Berlin-Buch strukturell unterstützt, wodurch insbesondere die Bearbeitung der oft logistisch komplexen klinisch orientierten Fragestellungen des TRR 54 sehr erleichtert werden sollte.
Mit den hämatologisch-onkologischen Münchener Partnern des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität unter Leitung von Prof. Christian Peschel gehören dem TRR 54 in der Erforschung molekularer Pathogenesen hämatologischer Neoplasien international ausgewiesene Arbeitsgruppen an. Wie das MDC ist auch das Münchener GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit ein Institut der Helmholtz-Gemeinschaft und bringt aus dem Institut für Klinische Molekularbiologie und Tumorgenetik unter Leitung von Prof. Georg Bornkamm mehrere Partner mit ausgewiesener Expertise gerade an den Verknüpfungspunkten von lymphozytärer Ontogenese, Mechanismen der Keimzentrumsreaktion, Onkogen-getriebener Lymphomgenese und immunologischer Tumorüberwachung in den TRR 54 ein. Schließlich ist auch das Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München (unter Leitung von Prof. Axel Ullrich) mit seiner langjährigen Reputation als zellbiologisches Spitzenforschungszentrum eine wichtige Partner-Institution des TRR 54.
Charité - Universitätsmedizin Berlin
- CharitéCentrum 14 für Tumormedizin, Hämato-Onkologische Kliniken und Institut für Immunologie
- Molekulares Krebsforschungszentrum
- CharitéCentrum 5 für diagnostische und präventive Labormedizin, Institut für Pathologie
- CharitéCentrum 17 für Frauen-, Kinder- und Jugendmedizin, Klinik für Allgemeine Pädiatrie
Humboldt-Universität zu Berlin
- Institut für Informatik, Wissensmanagement in der Bioinformatik
Technische Universität München
- Klinikum rechts der Isar, III. Medizinische Klinik - Hämatologie und Onkologie
Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft
- Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin
- GSF – Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Institut für Klinische Molekularbiologie und Tumorgenetik, München
Max-Planck-Institute
- Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried bei München
Andere externe Forschungseinrichtungen
- Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ)

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