Teilprojekt A1
CD30-Signalling während der normalen B-Zellentwicklung und Tumorentstehung
CD30 wurde ursprünglich als Marker für Hodgkin-Lymphome beschrieben. Obwohl dieses Mitglied der TNF-Rezeptor-Familie inzwischen auf vielen humanen Tumoren des hämatopoetischen Systems nachgewiesen wurde, ist seine physiologische Rolle und sein Beitrag zur Entstehung CD30-positiver Tumoren immer noch wenig verstanden. Zur Beantwortung der Fragen, welche Rolle CD30 während der normalen Immunantwort spielt, und ob deregulierte CD30-Signale zur Tumorentstehung führen, sollen unterschiedliche konditionale Mausmodelle etabliert werden. Um die physiologische Rolle der CD30-Expression in Lymphozyten näher zu untersuchen, sollen transgene Mäuse etabliert werden, in denen das CD30-Gen abhängig vom Cre/LoxP-System konditional inaktiviert bzw. aktiviert werden kann.

Um die Frage zu beantworten, ob deregulierte CD30-Signale zur Tumorentstehung führen, soll CD30 aberrant in hämatopoetischen Stammzellen, in B-Zellen oder speziell in Keimzentrums-B-Zellen aktiviert werden. Da 50% der Hodgkin-Lymphome Epstein-Barr-Virus positiv sind und die viralen Gene LMP1 und LMP2A exprimieren, soll außerdem untersucht werden, welchen Einfluss LMP1 und LMP2A in Kombination mit einer deregulierten CD30 Expression auf die Entstehung von B-Zell-Lymphomen haben. Diese Untersuchungen sollen speziell zum Verständnis der Pathogenese von Hodgkin-Lymphomen beitragen.

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