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Die Rolle von Cks1 in Zellzyklusregulation, p27Kip1-Funktionalität, Tumorentstehung und Tumorausbreitung


Kurze Zusammenfassung


c-Myc induziert die Expression der Komponenten Cks1 und Skp2 der SCFSkp2/Cks1-Ubiquitin-Ligase, die den proteasomalen Abbau des Zellzyklusinhibitors p27Kip1 vermittelt. Unsere Vorarbeiten zeigen, dass Myc Cks1 und Skp2 benötigt, um p27Kip1 zu unterdrücken. Cks1, jedoch nicht Skp2, ist notwendig für Dissemination von Myc-induzierten Lymphomen. In diesem Projekt sollen p27Kip1-unabhängige Funktionen von Cks1 untersucht und bisher unbekannte Interaktionspartner von Cks1 identifiziert und in vitro und in vivo evaluiert werden. Zusätzlich wird Cks1 direkt als Onkogen evaluiert.


Ausführlichere Zusammenfassung


In circa 70% aller menschlichen Malignome werden Myc-Proteine überexprimiert. Die Mitglieder dieser Onkoproteinfamilie (c-Myc, N-Myc und L-Myc) sind Transkriptionsfaktoren, die Zellproliferation, Zelldifferenzierung und Apoptose regulieren. c-Myc induziert Zellproliferation unter anderem durch die Unterdrückung des Zellzyklus-Inhibitors p27Kip1. Wichtiger als die transkriptionelle und translationale Suppression von p27Kip1 sind post-translationale Myc-Effekte auf p27Kip1, wobei Myc sowohl die Halbwertszeit von p27Kip1 als auch dessen zelluläre Lokalisation reguliert. Unsere Vorarbeiten zeigen, dass Myc die Expression der essentiellen Komponenten Cks1 und Skp2 der SCFSkp2/Cks1-Ubiquitin-Ligase, die den proteasomalen Abbau des Zellzyklusinhibitors p27Kip1 vermittelt, induziert. Myc benötigt sowohl Cks1 als auch Skp2 um p27Kip1-Proteinexpression zu unterdrücken. Cks1, jedoch nicht Skp2, ist zudem notwendig für die Dissemination von Myc-induzierten Lymphomen. Unsere Vorarbeiten lassen den Schluss zu, dass Cks1-Induktion durch Myc nicht nur der p27Kip1-Regulation und beschleunigten Zellteilung dient, sondern darüber hinaus aggressives Tumorverhalten verursacht. Dies soll im vorgeschlagenen Projekt auf zellulärer und molekularer Ebene untersucht werden. Zunächst sollen die Mechanismen der transkriptionellen Kontrolle von Cks1 und Skp2 durch c-Myc untersucht werden. In vitro und in Transplantationsexperimenten wird die Funktion von Cks1 für Zellmigration und Tumordissemination untersucht werden. Durch Untersuchung von Cks1;p27Kip1-Doppel-KO-Tieren sollen Cks1-Funktionen außerhalb SCFSkp2/Cks1-vermittelter p27Kip1-Ubiquitinierung identifiziert und sowohl in vitro als auch in vivo charakterisiert werden. Parallel hierzu sollen mittels biochemischer Methoden neue Cks1-Interaktionspartner identifiziert werden. Zusätzlich soll Cks1 direkt als (Ko-) Onkogen evaluiert werden.