Teilprojekt A5
Funktionelle Charakterisierung des im diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom durch Immunglobulingen-Translokation deregulierten SET-Domänen-Proteins BCL12
Kurze Zusammenfassung
Die Ig-Translokation t(5;14) dereguliert beim diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom das neu isolierte Gen BCL12. Dieses kodiert für ein weitgehend uncharakterisiertes Protein mit einer „Positive Regulatory Domain“. Hier werden Mausmutanten mit konditionaler BCL12-Deletion oder -Überexpression generiert, um die Konsequenzen einer gestörten BCL12-Expression in vivo und in vitro zu analysieren. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auf humane Lymphome übertragen, um Mechanismen zu identifizieren, über die BCL12 Lymphomgenese treiben kann.
Ausführlichere Zusammenfassung
Bei B-Zell-Lymphomen werden regelmäßig chromosomale Translokationen detektiert, durch die Gene, welche die Zellidentität kontrollieren, unter die regulatorische Kontrolle der Immunglobulin-Loci auf Chromosom 14 gebracht werden. Obwohl die Frequenzen der jeweiligen Translokationen sehr unterschiedlich sind, zeigte sich häufig, dass die so aktivierten (Proto-onko)-Gene nicht nur kausal zur Pathogenese des jeweiligen Lymphoms beitragen, sondern auch im physiologischen Kontext wichtige Regulatoren der Zelldifferenzierung oder -aktivierung sind. Häufig werden sie auch durch translokationsunabhängige Mechanismen bei anderen Tumorentitäten dereguliert. Die Ig-Translokation t(5;14) dereguliert beim diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom das neu isolierte Gen BCL12. Dieses kodiert für ein weitgehend uncharakterisiertes PR-Domänen-Protein. Hier werden Mausmutanten mit konditionaler BCL12-Deletion oder -Überexpression generiert, um die Konsequenzen einer gestörten BCL12-Expression in vivo und in vitro zu analysieren. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auf humane Lymphome übertragen, um mögliche Mechanismen zu identifizieren, über die BCL12 onkogen wirken kann.

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